Neue Welle des Betrugs: Die Betrugsmasche per Post und Briefkasten

Neulich schrieben uns Kunden an, die Presseberichte in diversen Presseportalen veröffentlichten. Diese Kunden waren sehr verärgert und empört darüber, dass die Pressemeldung, die sie bereits versendet und bezahlt haben, erneut zahlen müssen. Wir ließen uns umgehend die Rechnungen zusenden, um dies zu überprüfen. Nach Durchsicht der Rechnungen stellten wir gleich fest, dass es sich um einen Betrugsversuch handeln muss. Einige Elemente auf der Rechnung waren unschlüssig und variierten von Rechnung zu Rechnung.

Diese Betrugsmasche per Post und Briefkasten scheint eine höhere Akzeptanz zu haben, als einfache E-Mails, da wohl die wenigsten User fremde Anhänge öffnen, bzw. diese bereits vom E-Mail-Server als Spam markiert und gelöscht werden. Ich denke per Post öffnet man als Händler/Geschäftsinhaber doch die Post, vor allem wenn auf dem Kuvert Rechnung steht.

Zur vermeintlichen Rechnung

Die Briefköpfe und Logos der einzelnen Rechnungen stammen meist von namhaften Unternehmen und werden so mißbraucht. Das Layout der Rechnungen bleibt dabei identisch. Ich habe 3 Punkte in der Rechnung markiert, die ich kurz Ihnen erläutern möchte:

  • Wenn man die Rechnung genau betrachtet, steht dort Reminder/Offer, also Zahlungserinnerung/Angebot.
  • Der Betrag ist relativ hoch, meist € 580,-. Bei einer anderen Rechnung stand dort sogar € 1040,-
  • Die Zahlungsbedingungen. Man soll innerhalb 10 Tagen den Betrag ohne Abzug überweisen.

Wieso sollte man zahlen, wenn es nur ein Angebot ist, dass man nicht angenommen hat? Wenn man aber erst Reminder liest und mit den Augen zu Punkt 2 und 3 wandert, sieht es so aus, als müsste man den Betrag umgehend überweisen, bevor weitere Mahnungen kommen.

Genaues hinschauen lohnt sich hier, denn wer hier bezahlt, muss sich von seinem Geld verabschieden. Soweit mir mitgeteilt wurde, haben einige Unternehmer den Betrag bezahlt. Das ist Schade und sollte durch genaues durchlesen der Rechnung vermieden werden.